Die Vielen

WIR SIND VIELE – JEDE*R EINZELNE VON UNS

Mit einer gemeinsamen Kampagne setzen Hamburger Kulturinstitutionen ein deutliches Zeichen gegen völkische Tendenzen in der Kunst und Kulturszene. Eine gemeinsame Erklärung formuliert den Konsens einer offenen und vielfältigen Kunstauffassung, die sich klar von rechtsnationalen Ideologien distanziert. Seit dem bundesweiten Start der Kampagne am 9. November kann die Erklärung auch von Privatpersonen und Initiativen unterzeichnet werden. Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, vom dem aus die größten (Staats-)Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Heute begreifen wir die Kunst als frei und ihre Institutionen als offene Räume, die vielen gehören und die verteidigt werden. Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechte Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden sollen.

Die Kunst ist für die Vielen. Die Kunst bleibt frei.

Die Hamburger Erklärung der Vielen und Infos zur Kampagne gibt's hier.

Umbau des Bürgerhauses verzögert sich

Mindestens noch bis Ende 2019 werden wir den Betrieb am gewohnten Ort im Zentrum vom Eidelstedt aufrecht erhalten. Bis dahin kann unser Haus in vollem Umfang genutzt werden, auch unsere Veranstaltungstätigkeit wird weiter gehen.

Ab Anfang 2020 wird für uns eine ungewissen Zeit beginnen. Voraussichtlich auf der Grünfläche hinter der Sporthalle am Ekenknick werde wir zumindest einen Teil unserer Arbeit in einem kleinen Container-Exil weiterführen. Bis es soweit ist,  werden an dieser Stelle über aktuelle Entwicklungen informieren. Nach der Sommerpause werden wir zudem die Möglichkeit eröffnen, sich über einen Newsletter up to date zu halten.

Die Pläne des Gewinners des Architekturwettbewerbs werden z. Zt. überarbeitet. Den aktuellen Entwurf von acollage architektur urbanistik finden Sie hier.

Stadtteilkulturpreis: Transkulturelle Veranstaltungsreihe 37FÜNF° ausgezeichnet

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, überreichte den Preis an das Projekt „37FÜNF° – Heimat – Flucht – Zusammenleben“des Eidelstedter Bürgerhauses

Das Projekt bündelt verschiedene kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Filme, in denen die Themen Flucht, Ankommen, Integration, Mitgestalten und neue Nachbarschaften in den Fokus gerückt werden. Der größte Preis der Hamburger Stadtteilkultur ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde in einer festlichen Veranstaltung vor rund 200 Gästen in der Halle 424 im Oberhafen von Senator Dr. Brosda übergeben.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Kulturarbeit hat in ihrem gesellschaftspolitischen Kern immer mit der Frage zu tun, wie wir leben wollen. Diese Frage stellt sich mit Blick auf wachsende Vielfalt unserer Gesellschaft mit hoher Dringlichkeit. Stadtteilkultureinrichtungen wie das Eidelstedter Bürgerhaus sind wichtige Orte, die vor Ort einen Platz für eine Verständigung über das Zusammenleben schaffen. Mit der Veranstaltungsreihe 37FÜNF° gelingt es dem Team des Eidelstedter Bürgerhauses in besonderer Weise, Begegnungen zwischen den Menschen zu ermöglichen, die gemeinsam im Stadtteil leben. Es schafft Verständnis für andere und ihre individuellen Lebensgeschichten. Es sind genau solche Orte, die wir brauchen, um Empathie füreinander zu entwickeln und miteinander ins Gespräch zu kommen.“

Das Stadtteilkulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus entwickelte 2017 die Veranstaltungsreihe „37FÜNF° – Heimat – Flucht – Zusammenleben“, um auf die Diskussion um den Bau von Wohnungen für Geflüchtete im Stadtteil zu reagieren. Die Reihe bündelt Aktivitäten und Veranstaltungen, in denen die Themen Flucht, Ankommen, Integration, Mitgestalten und neue Nachbarschaften in den Fokus gerückt wurden. Bislang gab es zum Beispiel Ausstellungen und Filme zu Themen wie Flucht, Migration und Ankommen, aber auch partizipative Angebote wie eine Tanz- und Theaterwerkstatt oder Musikworkshops.

Die Jury sieht die Veranstaltungsreihe „37FÜNF° – Heimat – Flucht – Zusammenleben“ als besonders preiswürdig an, weil sie als kultureller Brückenbauer den Begriff „Heimat“ neu definiert und mit einer Mischung aus Sensibilisierung, Wissensvermittlung und kultureller Partizipation gleich mehrere Generationen anspricht. 37FÜNF° fördert das gegenseitige Verständnis zwischen eingesessenen Stadtteilbewohnern und Neu-Hinzugekommenen. Die Reihe zeigt, wie es dazu kommt, dass jemand – freiwillig oder unfreiwillig – seine Heimat verlässt und was es bedeutet, auf der Flucht zu sein. Damit schafft sie wichtige Verbindungen zwischen den Menschen und stärkt nachhaltig das Zusammenleben. 

Die Veranstaltungsreihe 37FÜNF° ist laut Jury ein Paradebeispiel dafür, wie auch kleinere Stadtteilkultureinrichtungen die Ausgangslage in ihrem Quartier erfassen, mit kulturellen Mitteln kreativ bearbeiten und verändern. Sie steht exemplarisch für die Arbeit der Stadtteilkultur, in der auch kleine Player Großes für die Gemeinschaft leisten. Mit der Auszeichnung für 37FÜNF° möchte die Jury sicherstellen, dass das Projekt weitergeführt, weiterentwickelt und möglichst nachhaltig im Stadtteil verankert werden kann.

Unter den Gästen in der Halle 424 waren neben Vertretern der Stadtteilkultur und der nominierten Projekte hochrangige Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Kultur, die von der freien Journalistin Catarina Felixmu?ller durch die Veranstaltung geführt wurden.

Ein Kurzfilm des Filmemachers Martin D’Costa stellte das Gewinnerprojekt des Stadtteilkulturpreises vor. Die Laudationes für das Gewinnerprojekt hielt der Kulturjournalist Stefan Reckziegel. Zusammen mit Prof. Dr. Gesa Birnkraut von Birnkraut Partner und Robert Hillmanns vom zakk Düsseldorf hatte er den Preisträger aus einer Vorauswahl der Preisstifter ermittelt.

Preisstifter und Unterstützer des Preises sind die Hamburgische Kulturstiftung, die Gabriele Fink Stiftung, die Patriotische Gesellschaft von 1765 und die Behörde für Kultur und Medien. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. unterstützt die Umsetzung. STADTKULTUR HAMBURG, der Dachverband für Lokale Kultur und Kulturelle Bildung, ist als Experte und Szenekenner für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs zuständig.

Link zum Vorstellungsvideo des Gewinnerprojekts: https://vimeo.com/266111134

Pressemitteilung

Pressemitteilung

Eidelstedter Bürgerhaus wird ausgebaut!

1,9 Millionen vom Bund stehen bereit

Der mehrjährige Vorbereitungs- und Mittelbeschaffungsprozess zum Ausbau des Bürgerhauses, der 2013 in einem studentischen Wettbewerb der Hafencity Universität (HCU) gipfelte, ist beendet. Auf Bestreben des Bürgerhausvorstandes hatte die HCU damals den Ideenwettbewerb „Visionen im Zentrum“ für die beiden Studiengänge Stadtplanung und Architektur angeschoben. Jetzt hat der einzige Hamburger Projektantrag im Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ die Zusage von 1,9 Millionen Euro aus Bundesmitteln erhalten.

In den nächsten Monaten wird es nun darum gehen, die bereits von der Stadt Hamburg in Aussicht gestellten zusätzlichen 1,4 Millionen Euro zu sichern, um die bisher veranschlagten Kosten in Höhe von 3,3 Millionen decken zu können. Ende des Jahres wird zudem eine intensive Planungs- und Beteiligungsphase beginnen, die schließlich zu umfangreichen Baumaßnahmen führen wird. An der Planung sollen insbesondere alle jetzigen Nutzer des Hauses und die AnwohnerInnen beteiligt werden.

„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Hamburg und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit dem erhofften Ausbau unseres Bürgerhauses eine realistische Perspektive geben, “ sagt Frank Döblitz, der Vorsitzende des Trägervereins. Und weiter: „Mit der Zusage der erforderlichen Mittel von 3,3 Millionen Euro können wir in Kürze mit den konkreten Umbauplanungen beginnen. Das ist großartig für die Entwicklungsmöglichkeiten unseres Hauses und für das Eidelstedter Zentrum. Ohne die beispielhafte Unterstützung durch das Bezirksamt Eimsbüttel, die Begeisterung bei allen beteiligten Parteien und der Hamburger Kulturbehörde für das Projekt, wäre dieser Schritt nicht möglich. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten für diese wohlwollende Begleitung unseres Vorhabens und empfinden es als große Wertschätzung unserer bisher geleisteten Arbeit.“

Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Der Zuschuss für das Bürgerhaus Eidelstedt kommt genau richtig und ist ein schöner Erfolg für Hamburg, Eimsbüttel und Eidelstedt. Mit den Bundesmitteln kann das im Herzen des Stadtteils gelegene Bürgerhaus nun so umgebaut werden, dass es zu einem neuen identitätsstiftenden Anziehungspunkt für die Eidelstedterinnen und Eidelstedter wird. An den Planungen werden die Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort intensiv beteiligt.“

Erste konkrete Planungsschritte erfolgen im Herbst dieses Jahres. Fest steht auf jeden Fall schon heute: Die schon lange gewünschte Öffnung des Bürgerhauses in Richtung des zentralen Wochenmarktplatzes wird ein wesentliches architektonisches Mittel zur besseren Erschließung des Gebäudes sein.

Reparaturexperten für Elektrogeräte gesucht

Repair Café Hamburg Eidelstedt sucht Elektriker

Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Wegwerfen? Denkste! Warum sollte man? 

Haben Sie Spaß am Reparieren und daran, anderen zu helfen? Dann melden Sie sich bitte bei: 

Klaus Wagner | Tel (040) 44 65 86 | Mobil 01 63 -170 55 31 | wagner(at)ladencoach.de

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