Ach schau an und wer küsst mir? | 3.4. - 30.5.18

Eine Ausstellung über die Zeichnungen von Marion Baruch

Im Jahre 1936 schenkt die siebzehnjährige Marion Baruch ihrer älteren Schwester Helga zur Hochzeit ein Buch mit ihren Zeichnungen über die Familiengeschichte der Familie Baruch und der Liebesgeschichte zwischen Helga und ihrem Ehemann Bernhard Arna. 1936 wandert das frisch gebackene Ehepaar Helga und Bernhard Arna nach Palästina aus. Im Gepäck: Marions Buch.

Helga und Bernhard Arna entkommen dem Holocaust und haben zusammen sechs Kinder. Marion und ihr Vater Georg Baruch werden im Ghetto Minsk ermordet. Der Bruder Rolf stirbt auf den Todesmärschen von Auschwitz. Jahrzehnte später hält der Enkel von Helga, Lior Oren, das Buch in Tel Aviv zufällig in seinen Händen und bringt es zurück an den Ort seiner Entstehung: nach Hamburg, wo die künstlerisch begabte Marion einst die Bilder zeichnete.

Ihre humorvollen Zeichnungen verbunden mit einem Schmunzeln auf die gemeinsame Familiengeschichte, zeigen uns heute das Leben einer glücklichen Familie, die durch den Nationalsozialismus zerstört wurde.

Lior Oren lebt seit mittlerweile fünf Jahren in Eimsbüttel. Er wird bei der Ausstellungseröffnung am Dienstag, dem 3. April um 18:30 Uhr im Raum "Die Größten" im Obergeschoss anwesend sein. 

Im Rahmen des Monats des Gedenkens Eimsbüttel und in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel / Galerie Morgenland.

Die Zeichnungen sind von Montag bis Freitag von 9:00 bis 19:00 im Obergeschoss zu besichtigen.

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August Koyen – Heimatmaler in Eidelstedt | 16.2. - 30.4.18

Haus Koyen 1937

Eine Ausstellung im Heimatmuseum im Eidelstedter Bürgerhaus 

Der Wahl-Eidelstedter August Koyen kam als Maler in den 1920er Jahren in das ehemalige Bauerndorf. Er heiratete 1934 die Bauerstochter Maria Kohrs und wurde mit einer großen Zahl von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen zum Chronisten des alten Dorfes.

Sein Werk soll mit einer umfangreichen Auswahl von Bildern gewürdigt werden. Dabei wird das bäuerliche Eidelstedt anschaulich dargestellt. Das Haus Koyen in der Eidelstedter Dorfstraße mit dem letzten erhaltenen Reetdach in Eidelstedt erinnert bis heute an den Maler und die ländliche Vergangenheit des Stadtteils.

Die Ausstellung wird von zwei Stadtteilrundgängen am 3. März und am 7. April 2018 begleitet. Außerdem erscheint ein Bildband in dem auf 60 Seiten mit rund 100 Abbildungen das Werk des Malers und seine Geschichte in Eidelstedt dargestellt wird.

Zur Ausstellungseröffnung am Freitag, dem 16. Februar um 18 Uhr im Raum "Die Größten" im Obergeschoss sind Interessierte herzlich eingeladen.

Für die Zeit der Ausstellung werden im Heimatmuseum folgende erweiterte Öffnungszeiten angeboten:
Montag und Freitag von 15 – 18 Uhr und Samstag von 10 – 12 Uhr.

Das Ausstellungsprojekt wurde mit freundlicher Unterstützung durch das Bezirksamt Eimsbüttel realisiert.

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