Sinn einer Geschichtswerkstatt ist es, durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen die Erinnerungen an die Geschichte, die Entwicklung des Stadtteils und seiner Einwohner lebendig zu halten. Diese Aufgabe liegt natürlich nicht nur in Verantwortung des Museums-Teams. Wir freuen uns über Beiträge, Hinweise und Fragen von Eidelstedtern und allen, die sich mit dem Stadtteil verbunden fühlen.
Neben der Auseinandersetzung mit unserem Lebensraum Eidelstedt ist aber auch die Entwicklung unserer Alltagskultur
ein spannendes Thema. (Der Link führt zu einem entsprechenden Portal bei Wikipedia.)  Wie entwickelt sie sich in einer Gesellschaft, die von vielfältigen Einflüssen aus der globalisiertern Welt und den modernen Medien geprägt wird?

Da das Bürgerhaus in den kommenden Jahren umfassend renoviert wird, steht auch das Heimatmuseum vor der großen Herausforderung, ein Konzept für die Zukunft zu entwickeln. Dazu müssen wir uns verstärkt Gedanken um unsere Arbeit machen, aber es tun sich auch "Gestaltungsspielräume" auf. Dazu werden wir an dieser Stelle unsere Pläne veröffentlichen.


  • Als "Heimat"-Museum müssen wir natürlich über die Bedeutung des Begriffes Heimat nachdenken in einer Welt, die von Wanderungsbewegungen geprägt wird.

  • Eines unserer Formate sind kleine Sonderausstellungen, die in der Regel von einem Katalog begleitet werden, der die wichtigsten Texte, Bilder und zusätzliche Informationen enthält.

  • 2016 haben wir die Tradition der Stadtteilführungen wieder aufgenommen. Die Resonanz ist recht gut, wir werden weiter daran arbeiten.

  • Eidelstedt im Nationalsozialismus hat in bisher im Heimatmuseum keine große Rolle gespielt. Dies sollte sich in Zukunft ändern.

  • Aus aktuellen Gründen spielt das Thema Einwanderung nach Eidelstedt früher und heute eine größere Rolle.

  • Ein besonderes Thema der Eidelstedter Geschichte sind die Beziehungen zu Schleswig-Holstein. Bis zum deutsch-dänischen Krieg von 1864 gehörte Eidelstedt, wie auch Altona und viele andere Gemeinden zu Dänemark. Erst durch das Groß-Hamburg-Gesetz  von 1937 wurde es ein Teil der Hansestadt.

  • Biographien können ein interessantes Licht auf historische Ereignisse und die Geschichte unseres Stadtteils werfen. Deshalb sollen sie in Zukunft eine größere Rolle in der Arbeit unserer Geschichtswerkstatt spielen.

  • Eine neue vielversprechende Art von Veranstaltung ist die Schreibnacht, in der Menschen, die Freude am Schreiben haben, zusammen kommen und sich durch das Museum und die Exponate zu Texten inspirieren lassen.

  • Von 2014 bis 2016 haben  wir bei der DenkMal-Rallye durch Eidelstedt mitgearbeiten, die hauptsächlich vom Bürgerforum organisiert wurde. Von 2017 an wird die Rallye in dieser Form nicht mehr stattfinden. Es ist geplant am Tag es offenen Denkmals eine regelmäßige Stadtteilführung durchzuführen.

  • Nicht zuletzt entfaltet sich unsere Arbeit in Zusammenarbeit mit vielen Kooperationspartnern wie Gruppen und Vereinen im Stadtteil, anderen Geschichtswerkstätten u.a.

Heimat

Ein spannendes Thema für ein Heimatmuseum ist die Frage, was Heimat heute bedeutet, in einer Zeit, in der Menschen zunehmend mobiler werden und immer seltener ein Leben lang an dem Ort leben, wo sie auch geboren wurden.

Auch die Zusammensetzung der Eidelstedter Bevölkerung ist das Ergebnis von vielfältigen Wanderungsbewegungen. Es gibt einen kleinen Teil von Menschen, die hier seit Generationen leben, aber die meisten sind nach 1945 hierher gezogen als Flüchtlinge aus den früheren deutschen Ostgebieten, als Siedler z.B. in der Lohkampsiedlung oder einer anderen der neuen Wohnanlagen, seit den 60er Jahren kamen dann die Arbeitsmigranten aus Italien, Spanien, Griechenland, später auch aus der Türkei und Jugoslawien dazu. In den 80er und 90er Jahren kamen politische Flüchtlinge aus dem Iran, aus Afghanistan und die große Gruppe der Spätaussiedler aus der früheren Sowjetunion dazu. Alle haben in Eidelstedt ihre Heimat gefunden und diese Vielfalt ist ein wichtiges Merkmal unseres Stadteils.

 

 

Heimat - Annäherung an ein schwieriges Gefühl

DER SPIEGEL - Wissen, aktuelles Heft Dez. 2016

Das Heft bietet eine Vielzahl von Anregungen und Zugängen zum Thema Heimat. Das Ziel ist, die alte nationalistische Vorstellung, Heimat ist etwas, was wir, die Alteingesessenen, gegen die Fremden verteidigen müssen, zu überwinden. Es geht heute darum, die positiven Gefühle zu einem Ort, einer Stadt, einem Stadtteil, zu verstehen und zu pflegen und zu einem neuen Konzept von Heimat zu entwickeln. Dies gilt für alle Bewohner, seien sie nun alteingesessen oder irgendwann zugewandert. Dieses gemeinsame Verständnis passt in eine Gesellschaft, die von Mobilität und internationalem Austausch geprägt wird.

Das Heft ist im Zeitschriftenhandel für 7,90 € erhältlich.

Sonderausstellungen

August Koyen - ein Heimat-Maler als Chronist des alten Eidelstedt

Es heißt, dass August Koyen, der als Architekt  in Hamburg lebte und als und Lehrer an der Baufachschule arbeitete,1918 zum ersten Mal nach Eidelstedt kam. Über viele Jahre malte er hier Bilder, entwickelte eine Beziehung zu dem Dorf und lernte dort etliche Einwohner kennen. So traf er auch die Bauerstochter Maria Kohrs, die im Dörpsweg 2 im Haus ihrer Eltern lebte. Als er von einem Regenguss überrascht wurde, lud Maria ihn ins Haus ein, es gab "Milchsuppe und Klüten".
1934 heirateten sie, sie waren beide nicht mehr ganz jung, sie 38. er 57 und es war seine zweite Ehe.

August Koyen wurde 91, lebte bis 1969 in dem Reetdachhaus - das letzte in Eidelstedt, welches bis heute seinen Namen trägt, und schuf zahllose Gemälde von Dorfansichten aber auch etliche Radierungen und Bleistiftzeichnungen mit Porträts seiner Nachbarn.

 Eine kleine Auswahl der Werke Koyens in der Galerie.

Das Heimatmuseum plant für 2018 eine Ausstellung über sein Werk.
Die letzte Stadtteilführung fand am Samstag 9. September 2017 statt und stand unter dem Motto "Auf den Spuren von August Koyen" und führte zu den Stätten, die seine Bilder inspirierten.

Eine zweite Auflage dieser Stadtteilführung ist für das Frühjahr 2018 während der entsprechenden Ausstellung geplant. Der Termin wird noch bekannt gegeben.


fileadmin/user_upload/museum/Archiv/August_Koyen/Stadtteilrundgang_0917.pdf

Tabak und mehr

Lange ist der Konsum von Tabak in Form von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen weit verbreitet und gesellschaftlich akzeptiert gewesen. In den letzten 10 Jahren hat sich dies durch die Umsetzung der EU-Richtlinie in unserem Land geändert. Durch die Verbannung der Zigaretten-Werbung aus den Medien, durch das Verbot des Rauchens in öffentlichen Räumen, hat sich die Zahl der Raucher verringert und das Image dieser Kultur verändert.

Im Museum haben wir eine  Reihe von interessanten, schönen, aufwändig gestalteten Exponaten aus der Zeit als Rauchen noch als schick, als "cool", als Freizeitbeschäftigung von vielen Gruppen in unserer Gesellschaft galt. Diese Ausstellungsstücke kann man jetzt im Eingangsbereich des Museums, aber auch in einer Bildergalerie auf der Internetseite betrachten.

Wir danken Inge Lange, die unsere Aussstellung durch eine große Zahl von Exponaten aus ihrer privaten Sammlung bereichert hat.

Stadtteilführungen

Führungen durch Eidelstedt hat es in den 90er Jahren schon einmal mit Gerda Geduhn und Irmgard Hofmann gegeben. Auch heute finden sie gelegentlich statt als Angebot des Unternehmens Statt-Reisen Hamburg. http://www.stattreisen-hamburg.de/index.php/eidelstedt.html.

Im Heimatmuseum haben wir 2016 begonnen, diese auch wieder selbst durchzuführen.

Stadtteilführungen 2016/17

Am Samstag 19. März 2016 fand in Eidelstedt nach vielen Jahren wieder eine Führung durch den Stadtteil statt. Derartige Veranstaltungen hatte es zuerst 1991 im Eidelstedt gegeben. Bei kühlem aber trockenem Wetter trafen sich beim Bürgerhaus über 50 Teilnehmer und wandelten auf den Spuren der Geschichte. Dabei ging es um die Entwicklung der Schulen in Eidelstedt, um den Eidelstedter Platz, die Doppeleiche und die öffentlichen Verkehrsmittel von den Pferdeomnibussen, der AKN, der Straßenbahn bis zum modernen HVV.

Weitere Stationen waren die Elisabeth-Kirche, das Haus Koyen, der Langelohhof mit einem Blick in die Diele, das Gasthaus Ramcke, der Sola Bona Park und die alten „Rathäuser“ Eidelstedts in der Reichsbahnstraße.

Rund 30 Teilnehmer kamen am Schluss beim Hofcafé Ramcke an, wo die meisten noch für Kuchen, Kaffee und Tee einkehrten und sich wieder aufwärmten. Viele äußerten sich zufrieden über den Rundgang und die gewonnenen Erkenntnisse.

Ein Problem war, dass bei einer Gruppe von über 20 Personen die menschliche Stimme nicht immer ausreichte, um den Verkehrslärm zu übertönen und alle Teilnehmer zu erreichen.

Die historischen Ansichten, die während der Führung gezeigt wurden, finden Sie  bei den Bildergalerien.

Außerdem verweisen wir auf die Bildergalerien
Eidelstedt heute und
Denkmal-Rallye 2015

Die nächste Führung, diesmal per Fahrrad, fand am Samstag 2. Juli 2016 von 14 - 16 statt.
rund 20 Radler erkundeten auf einer Runde von etwa 10 km Schleichwege und schöne Ecken von Eidelstedt. Dabei besuchten wir die Feuerwache und erkundeten die Gegend zwischen Reichsbahnstraße, Lampé-Str und Möhlenort, wo lange die alte Wassermühle, die Windmühle und der Mühlenteich waren.

3. Stadtteilführung: Wir fuhren durch den grünen Westen von Eidelstedt.

Unsere 3. Stadtteilführung im Jahr 2016 führte uns am 3. Oktober in den Westen Eidelstedts bis nach Halstenbek. Wir fuhren durch den Alpenrosenweg durch die frühere Eisenbahnersiedlung, vorbei am Hilpert-Denkmal zur Lohkampsiedlung. Dann verweilten wir beim Krupunder See und radelten durch das „Ackerviertel“ und den Hörgensweg zurück. Am Ende erkundeten wir am Lentföhrdener Weg das Gelände, wo früher die Kiesgrube und dann das Strandbad Jungbrunnen lagen.

Die erste Stadtteilführung 2017 am 8. April

Von der Elisabethkirche über den Eidelstedter Platz zum Bürgerhaus

Bei der Kirche erhielten wir einen interessanten Vortrag von Pastorin Margitta Melzer über die Geschichte und die Gestaltung des Hauses.
Von dort ging es vom Haus Koyen durch die Dorfstraße - früher von Bauernhäusern gesäumt - zum Eidelstedter Platz, der in den letzten 100 Jahren unter dem Druck der Verkehrsverhältnisse immer wieder umgestaltet wurde.
Das Ende war beim Bürgerhaus, wo von 1887 bis  zum Ende der 1970er Jahre eine der Schulen von Eidelstedt stand.
Die geplanten Bauvorhaben am Platz, im Eidelstedt Center und beim Bürgerhaus waren ein wichtiges Thema der Führung.

Am Kollau-Wanderweg

Stadtteilrundfahrt am Samstag, 10.6.2017  15.00 - 17.00

Mit dem Fahrrad von der alten Mühle durch die Auen in die Feldmark
Ungefähr 25 Radler trafen sich beim Bürgerhaus und fuhren zum Möhlenort, wo früher die alten Mühle stand, und auf Fahrradschleichwegen entlang von Mühlenau, Düngelau durch den Sola Bona Park und zur Kollau. Wir erkundeten die landwirtschaftliche Vergangenheit von Eidelstedt, seine Entwicklung vom Dorf zum Stadtteil und stießen dabei auf die Baustellen der Verkehrsinfrastruktur.
Zudem machten wir einen Abstecher ins Niendorfer Gehege und lernten etwas über die Zukunft der Mutzenbecher Villa.

Bei den beiden nächsten Führungen im September 2017 und im Frühjahr 2018 geht es um den Heimatmaler August Koyen, der eine große Zahl von Bildern aus dem alten Eidelstedt hinterließ und auf dessen Spuren wir durch unseren Stadtteil wandern. Mehr

Eidelstedt im Nationalsozialismus

Seit 1985 erinnert dieser Gedenkstein an der Randowstraße neben dem Spielplatz an das KZ Außenlager, welches damals in Eidelstedt, heute in Lurup nah an der Bahnstrecke am Friedrichshulder Weg lag.
1944/45 waren hier 400 - 500 jüdische Frauen untergebracht, die unter unmenschlichen Bedingungen Behelfsheime (Betonplattenbauten) für ausgebombte Reichsbahn-bedienste errichten mussten.

Bei der Aufarbeitung unserer Geschichte geht es um die Verantwortung dafür, dass die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht verblasst und dass diese sich in unserer Gesellschaft nicht wiederholen können.
Bei diesem Thema hat das Heimatmuseum bisher keine wichtige Rolle gespielt im Gegensatz zu den Mitgliedern der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) und der Geschichtswerkstatt Lurup.
Der aktuelle Kenntnisstand mit vielfältigen Informationsquellen ist in diesem Text zusammengefasst. pdf

Livia Fränkel (heute 89, damals 16) eine der letzten Überlebenden des KZ Außenlagers Eidelstedt (von Neuengamme)  kam im Mai 2017 ins Bürgerhaus und berichtete als Zeitzeugin über ihre Geschichte und die ihrer Schwester Hédi (damals 20). Zuhörer waren SchülerInnen aus den 10. Klassen des Gymnasiums Dörpsweg, die den Vortrag für die Internetseite der Schule zusammengefasst haben. Mehr Eindrücke von der Veranstaltung:  hier

Wer mehr darüber wissen will, kann dies im Buch der Schwester Hédi Fried, Fragmente meines Lebens, nachlesen, welches von der Friedrich-Ebert-Stiftung herausgegeben wurde und dort auch kostenfrei bestellt werden kann. Link

Einzelne Exemplare sind auch noch im Heimatmuseum vorhanden.

Vor 100 Jahren - Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Das Heimatmuseum Eidelstedt möchte dies zum Anlass nehmen, um an die „Ur-Katastrophe" des 20. Jahrhunderts zu erinnern. Unter dem Motto „Vor 100 Jahren" sollen in den kommenden vier Jahren in dem Schaukasten am Museumseingang im Wechsel Ausstellungsstücke wie zum Beispiel Feldpostbriefe, Fotos oder andere kleine persönliche Gegenstände, die an diese dunkle Ära erinnern, gezeigt werden. Wer Exponate zur Verfügung stellen möchte, kann Kontakt aufnehmen.

Einige interessante Dinge haben Eidelstedter auf diesem Wege schon an das Museum weiter geleitet.

Eidelstedt als Gemeinde in Schleswig-Holstein zwischen Deutschland und Dänemark

Die staatliche Entwicklung Schleswig-Holsteins bis 1864

Die Entwicklung Schleswig-Holsteins ist kompliziert.

Nähere Informationen in den Eidelstedter Museumsblättern Nr. 18 pdf 340 KB

Die Fahne des Kampfgenossenvereins

Diese Fahne hängt im Vereinszimmer des Heimatmuseums und ist ein Zeugnis der kriegerischen Konflikte zwischen Deutschen und Dänen. Näheres im EMB 11  pdf 360 KB

Die Doppeleiche - Denkmal aus der Zeit des Nationalismus

Up ewig ungedeelt

Das versprach der dänische König Christian I. dem Adel in Schleswig-Holstein im Vertrag von Ripen 1460. Die beiden Herzogtümer sollten auf ewig ungeteilt bleiben. Dafür wählten sie ihn zu ihrem Herzog. 

Im 19. Jahrhundert begehrte die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner gegen den dänischen König auf, der Schleswig in das dänische Königreich eingliedern wollte. Am 24. März 1848 bildeten sie eine provisorische Regierung in Kiel, die eine freiheitliche Verfassung und einen Anschluss an das Deutsche Reich anstrebte.
Der Satz „Up ewig ungedeelt“ wurde jetzt zum Kampfruf der deutsch-nationalen Kräfte in Schleswig-Holstein, die Doppeleiche – zwei Bäume untrennbar miteinander verbunden – zum Symbol für diese Idee.

1849 scheiterte der Traum von einem demokratischen einheitlichen deutschen Reich und einem Anschluss Schleswig-Holsteins. Dies wurde erst durch die Kriege 1864 gegen Dänemark und 1866 gegen Österreich erreicht. So kam Schleswig-Holstein als Provinz zu Preußen, unter dessen Führung das Deutsche Reich 1871 gegründet wurde. 

Mit dieser Anzeige warb ein Gärtner aus Sylt 1898 für sein Angebot, Doppeleichen als Denkmal für den Aufstand von 1848 zu pflanzen.

Pflanzt Doppeleichen

Den 24. März 1898 feierten viele Gemeinden in Schleswig-Holstein, indem sie 50 Jahre später eine Doppeleiche zur Erinnerung an die nationale Erhebung von 1848 pflanzten als ein nicht allzu teures, aber langfristig eindrucksvolles Denkmal. In Eidelstedt wurde die Doppeleiche vom Jagdaufseher Schlobohm gestiftet und schon 1897 gepflanzt. 1898 wurde dieses Jubiläum dann mit einem Fackelzug gefeiert.

10 Jahre später  traf sich man sich wieder in Ramckes Gasthaus an der Kieler Straße und demonstrierte 6 Jahre vor dem Ersten Weltkrieg deutsch-nationale Gesinnung.

Nach langen Abstimmungsprozessen mit den politischen Gremien im Bezirk, der Verwaltung und verschiedenen Experten  wurde der Text für eine Informationstafel verabschiedet, die seit Mitte Februar neben der Doppeleiche steht.
Wir danken allen beteiligten Experten für die Arbeit am Text und Joerg Kilian für die Gestaltung des Layouts.

Hier der Text zum Nachlesen: pdf

Es gibt eine ungelöste Frage:
Wurde die Doppeleiche, die den Zweiten Weltkrieg überstand, irgendwann im Zuge der Umbaumaßnahmen auf dem Eidelstedter Platz erneuert, und wenn ja, wann?

Spuren aus dänischer Zeit im Eidelstedter Ortsbild

Bis heute gibt es in Eidelstedt Bauwerke, die an die dänische Herrschaft erinnern.
Ein Beispiel ist der Meilenstein an der Chaussee zwischen Altona und Kiel, die 1832 im Auftrag der Regierung in Kopenhagen gebaut und durch Mauteinnahmen finanziert wurde. Zur Ermittlung der Gebühren dienten die zum Teil bis heute erhaltenen Meilensteine.

Weitere Informationen in EMB 9 pdf 620 KB

Die Chaussee Altona - Kiel

Über die Chaussee und ihre Geschichte gibt es seit 2015 ein neues Buch.
Ein Autoren-Kollektiv unter der Leitung von Burkhard von Hennings und Heinrich Kautsky hat in der Serie Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein ein wunderschönes Werk über die alte Straße von Altona nach Kiel herausgebracht. Auf 300 Seiten gibt es sehr viele Informationen, reichlich aktuelles und historisches Bildmaterial und eine große Zahl von Karten-Ausschnitten, davon etliche aus Eidelstedt.

Diese Karte  von 1883 zeigt den Verlauf der Straße in Eidelstedt.

Ganz links unten ist die alte Schule zu erkennen. Gegenüber mündet die Luruper Straße (heute: Elbgaustr.) in die Kieler Straße. Der kleine runde Platz rechts davon mit dem Dorfteich entspricht dem heutigen Eidelstedter Platz, an dem rechts (nach Norden) die Chaussee nach Kiel abzweigt. Die Abzweigung nach rechts oben (nordwestlich) ist die Pinnberger Chaussee.

(Eidelstedt-Rugenbargen in 5 Blättern, Blatt 12 Ausschnitt, Landesarchiv Schleswig-Holstein)

Burkhard von Hennings und Heinrich Kautsky
Die Chaussee Altona -Kiel
Die erste Kunststraße in Schleswig-Holstein
2015 Verlag Ludwig, Kiel   311  Seiten, € 34,90
mehr

Anfang 2016 hat der Schleswig-Holsteinische Heimatbund eine Internetseite über die
Geschichte der Chaussee eingerichtet. Link

Die Seite ist noch im Aufbau, kann aber schon besichtigt werden.

Außerdem veranstaltet das Autorenteam in den kommenden Monaten Vorträge und Foto-Ausstellungen über die Geschichte der Straße. Infos: pdf

Dänisch-deutsche Beziehungen heute

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark waren bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges von den vielfältigen historischen Konflikten geprägt. In den 50ger Jahren ist es gelungen, diese Beziehugen auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei spielten die Bonn-Kopenhagener Erklärungen eine wichtige Rolle.  Wikipedia

Diese setzten eine Entwicklung in Gang, durch die Dänen und Deutsche in der Grenzregion heute friedlich miteinander leben können.

Näheres dazu in einer Rede von Außenminister Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 60. Jahrestags der Bonn-Kopenhagener Erklärungen in der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung in Berlin am 26. März 2015.  Text >

 

Neues Buch über die holsteinisch-deutsche Geschichte und den ersten Weltkrieg

Unter dem Titel

Lokstedt - Niendorf - Schnelsen Die holsteinisch-deutsche Geschichte und der Erste Weltkrieg

Eine lokal- und gesamtgeschichtliche Betrachtung

hat das Forum Kollau ein neues Buch herausgebracht. Der Haupt-Autor Jürgen Frantz beleuchtet darin ausführlich die Geschichte der Dörfer Lokstedt, Niendorf und Schnelsen, die bis 1927 Teil des Kreises Pinneberg waren und damit zu Holstein gehörten. Da Schleswig und Holstein bis 1866 von Dänemark verwaltet wurden, wird oft davon ausgegangen, dass unsere Vorfahren hier dänische Bürger waren. Dieses wird genauer untersucht und differenziert. Ebenso wird die Geschichte des Ersten Weltkrieges in Deutschland und Europa erzählt und durch Lebensbilder aus diesen Dörfern illustriert.

Damit ist diese Buch auch für die Geschichte von Eidelstedt interessant und mit Gewinn zu lesen. Ingelor Schmidt und Joerg Kilian vom Forum Kollau haben durch die Erstellung der lokalen Geschichten und die vielfältigen Illustrationen und ein übersichtliches Layout das Buch noch lesbarer gemacht und erleichtern die Lektüre der oft komplizierten Themen.

Einzelne Exemplare liegen im Museum aus, es ist auch im Buchladen Heymann erhältlich.

Ein Klick auf den Titel führt zu einer Inhaltsübersicht.

 

 

Biographien

Lebensbilder aus Eidelstedt

Es gibt zahlreiche Eidelstedter, deren Geschichte es wert ist, weiter erzählt zu werden, sei es dass sie die Entwicklung unseres Stadtteil geprägt haben, sei es dass ihre Geschichte uns anrührt und dass wir sie gerne weiter erzählen und uns wünschen, dass sie in den Schatz der Überlieferung in Eidelstedt aufgenommen wird.

 

An den Anfang dieser Liste haben wir eine "Persönlichkeit" gestellt, die sogar "Eidelstedter"  hieß und diesen Namen zum Ruhme unseres Stadtteils in die Welt hinaus trug. Es handelt sich um den Traberhengst dieses Namens, der 1956 auf dem Hof der Familie Langeloh geboren wurde und 1959 als Dreijähriger das deutsche Traber-Derby gewann und später noch viele andere bedeutende Rennen.

 

 

Jochim Hinsch

Über 27 Jahre als Lehrer, 21 Jahre als Ortsvorsteher von 1900 - 1921 und als Verfasser der Eidelstedter Chronik hat er die Geschichte Eidelstedt geprägt. Seit bald 100 Jahres trägt eine Straße seinen Namen. Mehr Infos dazu hier.

Schreibnächte

Inspiriert durch die Hollywood-Filme "Nachts im Museum" fand am 27. März 2015 die erste Schreibnacht im Museum statt. Die Idee ist, dass angeregt durch die Exponate unserer Dauerausstellung und die Stimmung im Heimatmuseum Texte entstehen, in denen Erinnerungen der Teilnehmer wiederbelebt werden. Einge schöne Beispiele sind auf folgender Internet-Seite nachzulesen: wilde wörterwiese

Die 2. Schreibnacht hat inzwischen stattgefunden
Am Freitag dem 13. November öffnete das Eidelstedter Heimatmuseum wieder seine knarrende Eichentür und und acht Schreiberinnen und Schreiber wurden durch alte Lederschuhe, Schuh-Leisten, einen Schusterhammer, eine alte Petroleum-Lampe, eine Holzkelle und eine alte Druckwerkstatt zu schönen Texten angeregt, die inzwischen auf der wilden wörterwiese nachzulesen sind.

Nachdem die 3. Schreibnacht aufgrund zu geringer Anmeldezahl ausfiel, trafen wir uns am 18. November 2016 wieder mit 8 schreiblustigen Menschen im Museum.

Einige Ergebnisse ihrer Bemühungen sind auf der  wilden Wörterwiese  nachzulesen.

Über weitere Auflagen dieser Veranstaltung denken wir nach.

 

 

DenkMal-Rallye durch Eidelstedt

Zum Tag des Denkmals findet seit 2014 eine Rallye/Stadtrundgang statt, die vom Bürgerforum in Zusammenarbeit mit der Schule Furtweg, der Stadtteilschule Eidelstedt und dem Heimatmuseum organisiert wird.

2015 fand das Ereignis am Samstag, 12. September statt. Ein Fazit könnte lauten: Klasse statt Masse. Mit rund 30 blieb die Teilnehmerzahl unter dem Ergebnis des Vorjahres und den Erwartungen der Organisatoren. Andererseits waren die Anwesenden sehr interessiert und oft auch schon als alte Eidelstedter gut informiert. An zwei Stellen - bei der freiwilligen Feuerwehr und im Heimatmuseum - präsentierten Schülerinnen der Stadtteilschule Eidelstedt als "Experten" Ergebnisse von kleinen Projektarbeiten.
Im ehemaligen Langeloh-Hof gab es einen kleinen Vortrag von jetzigen Bewohnerinnen und Einblicke in die Inneneinrichtung des Hauses, welches vom Verein Zeitlos e.V. als Wohnprojekt betrieben wird.
Auch bei der letzten Station, dem Hofcafé Ramcke gab es eine Führung durch Haus und Garten mit spannenden Informationen über die Geschichte des Hauses und die jetzige Nutzung, bevor die Rallye mit der Ziehung der Gewinner und einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Garten in der Sonne zuende ging.

Eine neue Station in der Rallye war in diesem Jahr das Haus Nr. 14 in der Nebenbahnstr., erbaut 1928 von dem Architekten Fritz Höger einem führenden Vertreter des norddeutschen Backsteinexpressionismus. Info
Hier wohnte damals die Familie Pielenz und betrieb eine Handweberei. Otto Karl Pielenz ist in Eidelstedt auch bekannt für seine Erforschung der Steinzeit-Werkzeuge in der Region.

Ein Klick auf das folgende Bild führt zu einer Bildergalerie mit historischen Ansichten von Stationen der Rallye.

Thema am 11. September 2016: Gemeinsam Denkmale erhalten

Das Jahresmotto des Denkmaltags 2016 lehnte sich an den Vorschlag des Europarats an, der dazu aufrief, die European Heritage Days im kommenden Jahr schwerpunktmäßig dem internationalen Motto "Heritage and Communities" zu widmen.

Im Mittelpunkt sollte also das gemeinsame Arbeiten für die Erhaltung unseres kulturellen Erbes stehen.

In Eidelstedt traf sich eine kleine Gruppe zur traditionellen Denkmal-Rallye bei der Schule Furtweg, wanderte durch den Stadtteil, informierte sich und löste gemeinsam die Aufgaben. Das abschließende Kaffeetrinken und die Auslosung der Gewinner fand wieder bei sommerlichem Wetter im Garten des Hofcafés Ramcke statt.

In Halstenbek nahmen einige Vereine und Initiativen den Tag zu Anlass einen Aktionstag am Krupunder See zu veranstalten, um auf die Bedeutung und die Geschichte dieses Naturdenkmals hinzuweisen. Mehr

Da sich das Bürgerforum aus der Organisation der Denkmal-Rallye zurückgezogen hat, ist geplant, am Samstag 9.September 2017 eine Stadtteilführung durch das Heimatmusem durchzuführen.

Kooperationspartner - Links

In Eidelstedt:

  • Eidelstedter Bürgerverein,
    gegründet 1901, ist schon für sich ein wichtiges Stück Eidelstedter Geschichte.

  • Bürgerforum Eidelstedt
    2013 wurde das Bürgerforum als Plattform zur Bürgerbeteiligung  gegründet und tagt seitdem zunächst einmal im Monat, seit 2015 alle zwei Monate und gibt den Bürgern und Bürgerinnen die Gelegenheit, aktuelle Fragen des Stadtteil zu diskutieren.

  • Stadtteilschule Eidelstedt
    Mit der benachbarten Stadtteilschule gibt es erste Ansätze zu einer regelmäßigen Zusammenarbeit.

 

 

Geschichtswerkstätten

  • Forum Kollau
    Seit seiner Gründung 2011 leistet das Forum Kollau wichtige Beiträge zur Pflege der Geschichtsschreibung in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Es gibt regelmäßige Stadtteilrundgänge und 2015 ist ein Film mit Zeitzeugen-Interviews erschienen.

  • Geschichtswerkstatt Lurup
    Als Hauptautorin dieser Seite hat sich Anke Schulz besonders um die Erforschung der Geschichte Lurups und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in dieser Region verdient gemacht.

  • Stadtteilarchiv Schnelsen
    Hier pflegt Wolfgang Burmester seit vielen Jahren eine Homepage zur Geschichte Schnelsens.

  • Stadtteilarchiv Ottensen

  • Galerie Morgenland

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